Thieme Verlagsgruppe

Die Sessions im Detail

  • Tag 1
  • Tag 2

> Session 1: Pflege im Zeichen des digitalen Wandels

Der Weg zur Pflegedokumentation 4.0 &
Best-Practice-Beispiel

Referenten: Simon Berger & Melek Ercan

Wie unterstützt intelligente Software Pflegende in ihrem Alltag bei der Dokumentation? Welche Schritte müssen getan werden und auf welche kommt es besonders an, wenn eine klinische Dokumentationssoftware eingeführt wird?

Diese und weitere spannende Fragen werden gemeinsam mit der Projektleitung für die kürzlich erfolgte Einführung der digitalen Pflegedokumentation im Klinikum Christophsbad Göppingen GmbH innerhalb dieser Session beantwortet. Dabei liegt der Fokus im ersten Teil (15:00 – 15:45 Uhr) auf Verbesserungspotentialen der Dokumentation. Der zweite Teil (15:45-16:30 Uhr) beschäftigt sich mit der Beschreibung der Einführung einer klinischen Dokumentationssoftware (RECOM-GRIPS) inklusive einer vollständigen Umstellung des Dokumentationsprozesses. Eine sehr interessante Wegbeschreibung.

> Session 2: Kernkompetenz Pflegediagnostik

Pflegediagnostik: Herausforderung für Lehre und Praxis

Referent: Sebastian Kraus, stellv. Abteilungsleiter Forschung & Entwicklung, RECOM

Mit dem Inkrafttreten der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe im Jahr 2020 sowie den Empfehlungen der Rahmenlehrpläne der Fachkommission nach § 53 Pflegeberufegesetz wird die pflegerische Diagnostik explizit als Kernkompetenz und eigenverantwortlicher Aufgabenbereich der Pflege definiert und benannt. Konkret wird u. a. der Nachweis zur Befähigung verlangt, dass der/die Auszubildende „(…) die vorbehaltlichen Tätigkeiten wahrnehmen und damit die erforderlichen Pflegeprozesse und die Pflegediagnostik verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren kann.“ Wenngleich die gesetzliche Verankerung einer systematischen Pflegediagnostik als zentraler Ausgangspunkt der pflegerischen Entscheidungsfindung große Chancen für die weitere Professionalisierung der Pflege bereithält, so stellt sie zeitgleich sowohl die Lehre als auch die Pflegepraxis vor Herausforderungen, die im ersten Teil der Session diskutiert werden: Welche Hürden sind sowohl aus Sicht der Lehre als auch aus Perspektive der Praxisanleitung zu bewältigen? Welche Voraussetzungen sind für ein erfolgreiches Vermitteln pflegediagnostischer Kompetenz erforderlich? Welche Prinzipien und sprachlichen Instrumente können die Kernkompetenz Pflegediagnostik unterstützen und fördern?

Pflegediagnostik: Elementare Kompetenzen im Studium erlernen

Referentin: Prof. Dr. Stefanie Seeling, Professur Pflegewissenschaft, Studiengangsleitung Bachelor Pflege dual, Hochschule Osnabrück, Campus Lingen

Die Umsetzung und Lehre des pflegediagnostischen Prozesses gemäß der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung wie auch der Empfehlungen der Rahmenlehrpläne der Fachkommission erfordert für viele Ausbildungseinrichtungen der Pflege ein Umdenken und/oder eine Neuausrichtung der didaktischen Vorgehensweisen wie auch des Curriculums. Anknüpfend an die skizzierten Rahmenbedingungen werden im zweiten Teil der Session mehrjährige Erfahrungen der praktischen Umsetzung in der Lehre vorgestellt. Die Vermittlung der elementaren Kernkompetenz Pflegediagnostik unter Nutzung der Pflegeklassifikationssysteme NANDA-I, NIC und NOC ist im dualen Bachelorstudiengang Pflege der Hochschule Osnabrück (Campus Lingen) fester Bestandteil der Lehrinhalte. Die Vorstellung der hier für den deutschen Raum geleisteten Pionierarbeit soll einerseits Impulse für die Implementierung von Pflegediagnostik in den Lehrplan vermitteln als auch zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch einladen.

 

> Session 4: : Im Fokus PKMS**

PKMS und OPS 9-20 aus Sicht der Anwender – eine Forschungsarbeit

Referent: Jannik Müller

Vorstellung der Ergebnisse aus der Bachelorarbeit mit dem Titel: „PKMS und OPS 9-20 aus Sicht der Anwender“.

Hintergrund
Die erfolgreiche Anwendung des PKMS und die Generierung von Zusatzerlösen liegen in den Händen der Pflegefachpersonen, die ein vertieftes Verständnis für das Instrument und seine Hintergründe, aber auch eine entsprechende Motivation und Einstellung benötigen, um es korrekt anwenden zu können.

Vorgehen
Nach einer Literaturrecherche zum Thema wurde ein standardisierter Fragebogen erstellt und anschließend 90 Pflegefachpersonen aus verschiedenen chirurgischen Bereichen zur Verfügung gestellt.

Fragestellungen

  • Wie sicher sind die Pflegenden in der Anwendung des Instruments?
  • Wie bewerten sie den Nutzen im Vergleich zu dem Aufwand?
  • Wie bewerten sie den PKMS hinsichtlich Ausgestaltung, Anwendungsmöglichkeit und Bedeutung für die Pflege?

Zudem erfolgte eine Prüfung auf Zusammenhänge zu absolvierten PKMS-Fortbildungen, der Berufserfahrung, dem Alter usw.

Im Rahmen des Vortrags wird das Vorgehen der Arbeit skizziert, werden die Ergebnisse dargestellt und anschließend wird über die Aussagekraft und die Bedeutung diskutiert.

> Session 5: Entdecken Sie jeden Fall – PKMS-Intensiv-Workshops

WS 5.1 | Themenfeld Chirurgie

Referentin: Kerstin Bonkowski

In diesem Intensiv-Workshop werden in einer Kleingruppe gezielt PKMS-Fälle der Chirurgie besprochen und bearbeitet. Im Rahmen von einzelnen Fällen werden Dokumentationsbeispiele aufgezeigt. Sie sind herzlich eingeladen, anhand von ausgewählten Fallbeispielen die korrekte PKMS-Dokumentation zu festigen und zu üben. Gleichzeitig bietet der Workshop Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Für individuelle Fragen und Probleme hinsichtlich Ihrer Dokumentation bietet sich außerdem ebenfalls Raum.

WS 5.2 | Themenfeld Innere Medizin

Referentin: Stephanie Hausherr

In diesem Intensiv-Workshop werden in einer Kleingruppe gezielt PKMS-Fälle der Inneren Medizin besprochen und bearbeitet. Im Rahmen von einzelnen Fällen werden Dokumentationsbeispiele aufgezeigt. Sie sind herzlich eingeladen, anhand von ausgewählten Fallbeispielen die korrekte PKMS-Dokumentation zu festigen und zu üben. Gleichzeitig bietet der Workshop Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Für individuelle Fragen und Probleme hinsichtlich Ihrer Dokumentation bietet sich außerdem ebenfalls Raum.


WS 5.3 | Themenfeld Pädiatrie

Referentin: Kathrin Hirt

In diesem Intensiv-Workshop werden in einer Kleingruppe gezielt PKMS-Fälle der Pädiatrie besprochen und bearbeitet. Im Rahmen von einzelnen Fällen werden Dokumentationsbeispiele aufgezeigt. Sie sind herzlich eingeladen, anhand von ausgewählten Fallbeispielen die korrekte PKMS-Dokumentation zu festigen und zu üben. Gleichzeitig bietet der Workshop Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Für individuelle Fragen und Probleme hinsichtlich Ihrer Dokumentation bietet sich außerdem ebenfalls Raum.

> Session 7: Pflegeklassifikationen im Vergleich

Pflegediagnostik und -dokumentation mit Klassifikationen – aber mit welcher?

Referent: Sebastian Kraus, stellv. Abteilungsleiter Forschung & Entwicklung, RECOM

Der Einsatz von standardisierten Pflegefachsprachen im Rahmen der pflegerischen Diagnostik und Dokumentation birgt insbesondere im elektronischen Einsatz eine Vielzahl von potenziellen Vorteilen für Pflegende sowohl in der Praxis, im Management, in Politik wie auch der Forschung. Wenig überraschend rückt die Auseinandersetzung mit und das Interesse an Pflegeklassifikationen vielerorts zunehmend in den Fokus der Aktivitäten. Im ersten Teil der Session wird zunächst einigen Fragen aus theoretischer Perspektive nachgegangen. Doch welche Kriterien sind zur Beantwortung der Fragen zu berücksichtigen, welches Klassifikationssystem sowohl die eigenen Anforderungen als auch diejenigen der zu Pflegenden sowie die der Pflege als Profession am besten bedient? Wo liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen den im deutschsprachigen Raum am häufigsten vertretenen Systemen? Wie konkret oder wie abstrakt soll eine Pflegeklassifikation die individuelle Situation eines Pflegeempfängers abbilden? 

Umsetzung und Anwendung von Pflegeklassifikationen (Fallbeispiele)

Referentin: Renate Berner, wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschung & Entwicklung, RECOM

Der als Workshop konzipierte zweite Teil der Session greift die zuvor diskutierten Aspekte in praktischer Form auf und vermittelt anhand der Bearbeitung von Fallbeispielen einen praxisnahen Eindruck  der konkreten Anwendung verschiedener Pflegeklassifikationen (exemplarische Auswahl). Fällt das pflegediagnostische Urteil bei allen Systemen gleich oder ähnlich aus? Welche Pflegemaßnahmen könnten sich anschließen? Wie könnte die Pflegedokumentation aussehen? Die erarbeiteten Ergebnisse bilden die Grundlage für einen abschließenden Austausch über die Unterschiede der besprochenen Klassifikationssysteme.

> Session 9: Berufspolitik: Pflege hat eine Stimme

Pflegeprozessdokumentation: Notwendigkeit Personalbemessung & sinnvolle Personalsteuerung –
Relevanz für Pflegepersonen

Referent: Gottfried Müller

In dem Vortrag werden unter anderem im Bezug auf Pflegeprozessdokumentation folgende Eckpunkte fokussiert:

  • Wo stehen wir heute bei der Personalbemessung in der Pflege? Erfahrungen zum Thema Personalsteuerung aus Sicht der Arbeitgeber und der Pflegenden

- Ausfallmanagement und Engpässe dominieren im Bewusstsein –
  ist systematische Personalbedarfsplanung eine Utopie?
  Wenn ja, dann ist es eine notwendige Utopie

  • Kennzahlenbasierte Personalplanung – Vorteile und Defizite

- Pflegepersonaluntergrenzen oder „Methode Prokrustesbett“

  • Die Alternative: Spezifische Personalplanung für Stationen und Auslastungssituationen

- Unterschied zwischen vergangenheitsbezogenen (was haben wir
  mit den bestehenden Ressourcen geleistet) und prospektiven
  Planungsansätzen (was ist der Bedarf?)

- Was bringt eine angepasste, spezifische Personalplanung
  für die Pflegenden?

  • Methodische Schritte vom Pflegebedarf zur Dienstplanung

- Messung des Pflegebedarfs
     > Pflegebedarfe im Zeitverlauf planen – Pflegeprozess-
        Betrachtung und begründeter Pflegebedarf

- Übersetzung des Pflegebedarfs in Besetzungsbedarfe
 
(„Besetzungsgebirge“)
     > Differenzierte Ansätze erfordern geeignete IT-Unterstützung

- Festlegung von Dienstzeiten und Besetzungsstärken
  (Basis-Wochenbesetzungsplan) als Grundlage
  der Personalbemessung

- Konsequenzen des Vorgehens für die Dienstplanung

  • (Wie) kann eine IST-Erfassung von Pflegebedarfen für die flexible Steuerung des Personaleinsatzes genutzt werden?

- Aktueller Pflegebedarf im Zeitverlauf

- Messung, Darstellung und Verwendung in der Dienstplanung

- Flexibilitätsoptionen des Arbeits(zeit)managements nutzen –
  aber Überschaubarkeit und Planbarkeit für
  die Pflegenden erhalten

  • Ausblick: Was muss (noch) passieren, damit eine individualisierte Pflegeplanung in der Personalbedarfsplanung berücksichtigt wird und zu passenderen Dienstplänen führt?

Der Weg zur Pflegedokumentation 4.0 & Best-Practice-Beispiel

Referentin: Dr. Pia Wieteck

In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, welche Art der Personalbemessung zukunftsfähig ist. Unter anderem wird auf das Pflegepersonalbemessungsinstrument vom Deutschen Pflegerat eingegangen, sowie ein Alternativ-Modell vorgestellt und diskutiert.

Im Detail wird u. a. Folgendes thematisiert:

  • Einblick in die Methoden der Pflegepersonalbemessung
  • Wie ist das Personalbemessungsinstrument des DPR aufgebaut?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze zu bewerten?

> Session 10: Digitalisierung in der Pflege

Pflege 4.0 – die Pflegeprozesse digital führen

Firma: ascom

Viele Kernprozesse der Pflege sind bisher vollständig getrennt. Beispiele: Patientenruf, Telefonie, Patientenakte, Transportdienst, Hotelleriefunktion, Betten- und Zimmerhygiene.

Die Kommunikation über und mit den Patienten und die Arbeitsorganisation innerhalb der Station erfolgen meist in getrennten Medien. Der Patiententransport und das Management von Material, Hilfsmitteln und Geräten der Station sind nicht integriert.

Ascom verbindet die unterschiedlichen Medien und Systeme, die auf der Station genutzt werden. Zentraler Dreh- und Angelpunkt für Übersicht, Kommunikation und Dokumentation auf Station sind klinische Smartphones mit entsprechenden Apps und Workflowunterstützung, die vorhandene Dienste integrieren und nutzen.

10. RECOM-Jahrestagung: 
04. und 05. Dezember 2019

Die inhaltliche Ausrichtung und die gelungene Organisation dieser großen Veranstaltung sind unvergleichlich.

Es war mir daher eine große Freude, Sie als Referentin zu unterstützen. Zugleich kann ich viele wichtige fachliche Informationen in unseren MDK mitnehmen.

Dr. Bettina Jonas,
MDK Berlin-Brandenburg

6 RbP-Punkte – Registrierung beruflich Pflegender

Mit dieser Veranstaltung erhalten Sie für eine Teilnahme an beiden Veranstaltungstagen 10 RbP-Punkte, für eine Teilnahme jeweils an nur einem Veranstaltungstag 6 RbP-Punkte.