Thieme Verlagsgruppe

NANDA International

Bei der Pflegeklassifikation NANDA International handelt es sich um Beschreibungen der Pflegesituation. Die Organisation NANDA International (NANDA-I) macht es sich seit rund 40 Jahren zur Aufgabe, eine standardisierte Taxonomie basierend auf Pflegediagnosen weltweit zur Verfügung zu stellen. RECOM ist offizieller Lizenzinhaber von NANDA-I für den deutschsprachigen Raum und übersetzt die englischsprachige Originalausgabe ins Deutsche.

NANDA-I ist sowohl als Verlagsausgabe verfügbar (direkt zum Buch), als auch als Datenbank zur Integration in RECOM-GRIPS sowie als externe Datenbank in Fremdanbieter-Systeme. 

  • NANDA-I
  • Lizenzierung
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Datenbank

Standardisierte Pflegediagnosen für professionelle Pflege

Pflegediagnosen gelten als Schlüssel für evidenzbasierte, professionelle Pflege. Sie sind ein effektives Werkzeug, um die Bedürfnisse und Bedarfe der Patienten zu erfüllen sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten. Insbesondere im Zeitalter elektronischer Gesundheitsakten bieten standardisierte Pflegediagnosen wie die NANDA-I-Taxonomie zudem die Möglichkeit, Pflegedaten zu erheben, damit diese durch Gesundheitsanbieter analysiert und für Audits herangezogen werden können.

NANDA-I – ein Werkzeug für Pflegediagnosen

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NANDA-I

Offizielle Lizenzierung der NANDA-I-Pflegediagnosen

RECOM agiert im deutschsprachigen Raum als offizieller Lizenzinhaber der deutschen Übersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen in der aktuellen Version 2018-2020.

Mit Erscheinen der Version 2009–2011 stellte NANDA-I seinen (Buch-)Erscheinungsmodus um, zukünftig wird die Klassifikation alle drei Jahre aktualisiert. NANDA-I befürwortet die Verwendung der jeweils aktuellen Version und bittet, dass eben diese Version in Büchern und weiteren Publikationen zitiert wird. Auch in der täglichen Praxis sollte die aktuelle Ausgabe benutzt werden.

Sobald eine neue Ausgabe erscheint, ersetzt sie die ältere Fassung.

Für jegliche Nutzung der Pflegediagnosen, die über die gedruckte Buchausgabe hinausgeht, muss beim Lizenzinhaber nachgefragt werden, ob und zu welchen Konditionen eine Lizenz erworben werden muss. NANDA-I verwendet die Einkünfte aus der Lizenzierung, um die Weiterentwicklung der Pflegeklassifikationen zu fördern.

Lizenzierung für Software-Unternehmen oder Endanwender

Es existieren zwei verschiedene Lizenzmodelle. Zum einen für Software-Unternehmen, die NANDA-I in ihr Produkt einbinden möchten, zum anderen für Endanwender, wie z. B. Krankenhäuser oder einzelne Institutionen. Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Hinweis zur aktuellen Übersetzung

Wie Sie sicherlich festgestellt haben, enthält die aktuelle Ausgabe der NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020 viele sprachliche Änderungen gegenüber der vorherigen Ausgabe. Wir möchten Sie auf diesem Wege kurz über die Gründe für diese Veränderungen informieren. Wie bei jeder neuen Auflage von NANDA-I gibt es neue und überarbeitete Pflegediagnosen, die sprachliche Anpassungen erfordern. Dazu gibt es Bestrebungen der NANDA-I-Organisation, den Anforderungen der National Library of Medicine zu entsprechen und somit den internationalen Standards und Anforderungen an semantische Strukturen nach ISO 18104 und SNOMED CT gerecht zu werden.

Die ISO-Norm legt z. B. die Bestandteile oder Achsen einer Pflegediagnose fest, wie den Fokus oder die Lokalisation, aus denen sich eine Pflegediagnose zusammensetzt. Um den Anforderungen an die Norm zu entsprechen, prüfte NANDA-I bei jeder Pflegediagnose die Begriffe aus den jeweiligen Achsen und vereinheitlichte diese in der aktuellen Ausgabe. Dies hatte bei manchen Begriffen Änderungen zur Folge, die sich aus dieser beschriebenen Standardisierung ergeben haben.

Damit NANDA-I in dieser Form als standardisierte Klassifikation weltweit genutzt werden kann, gab es die Vorgabe von NANDA-I für alle Übersetzungen, den Anforderungen des Originals auch in den anderen Sprachen zu entsprechen. Für die deutsche Ausgabe achteten Dr. Linhart und ihr Review-Team daher besonders auf konsistente Umsetzung der Achsenanpassungen und korrekte Übersetzung der pflegerischen Konzepte. Dies erklärt, warum es in dieser Ausgabe viele Änderungen im Wortlaut gibt.

Auch bei den Risikodiagnosen sind Ihnen sicherlich zahlreiche Änderungen aufgefallen: Da sich die Diagnosedefinitionen im Original geändert haben und der Begriff „risk“ nicht mehr vorkommt, kann dieser in der deutschen Version im Diagnosetitel auch wieder verwendet werden.

Das geht darauf zurück, dass in den Taxonomieregeln Begrifflichkeiten im Diagnosetitel und der dazugehörigen Definition nicht doppelt vorkommen dürfen, sondern in anderen Worten um- oder beschrieben werden müssen. Da der Begriff „Risiko“ in den Definitionen nun nicht mehr verwendet wird, steht er – passend zum Diagnosentyp „Risikodiagnosen“ – für den Diagnosentitel wieder zur Verfügung, was sicher auch von Vorteil für die pädagogische Vermittlung im Sinne der Diagnosen Typen nach M. Gordon ist.

Übersetzungsprozess NANDA-I 2018-2020

Die Übersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020 wurde von der promovierten Pflegewissenschaftlerin Monika Linhart durchgeführt.

Für die 17 neuen Pflegediagnosen wurde Frau Linhart von einem Team von erfahrenen Pflegewissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der Konsentierung der neuen Pflegediagnosen unterstützt:

  • Gabriele Fley, Diplom Pflegepädagogin, PhD Student
    Evangelische Fachhochschule, Nürnberg (D)
  • Jacqueline Rixe, BA, MSc
    Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld (D)
  • Gerlinde Schüttengruber, BSC, MSc, PhD Student
    Medizinische Universität Graz, Institut für Pflegewissenschaft (A)
  • Manuel Schwanda, BSc, MSc, PhD Student
    Fachhochschule St. Pölten (A)
  • Tom Schwarze, BSc, MSc
    Fachhochschule Bern (CH)
  • Angela Stumpf, BSc, MSc
    Fachhochschule St. Gallen (CH)

Der RECOM Verlag bedankt sich ganz herzlich für ihr Engagement.

 

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Buch NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020

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NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020

Definitionen und Klassifikation (deutsche Ausgabe)