Thieme Verlagsgruppe

NANDA International

Bei der Pflegeklassifikation NANDA International handelt es sich um Beschreibungen der Pflegesituation. Die Organisation NANDA International (NANDA-I) macht es sich seit rund 40 Jahren zur Aufgabe, eine standardisierte Taxonomie basierend auf Pflegediagnosen weltweit zur Verfügung zu stellen. RECOM ist offizieller Lizenzinhaber von NANDA-I für den deutschsprachigen Raum und übersetzt die englischsprachige Originalausgabe ins Deutsche.

  • Datenbank
  • NANDA-I
  • Lizenzierung
  • Übersetzungsprozess
Datenbank

Pflege wird sichtbar und messbar

In dem heutigen immer stärker vernetzten und computerbasierten Arbeitsalltag spielt die Optimierung von Arbeitsabläufen im Hinblick auf den immer knapper werdenden Faktor Zeit eine bedeutende Rolle. Der Nachweis von erbrachter Pflegequalität unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen ist dabei unabdingbar. So können mit Hilfe von Pflegeklassifikationen in elektronischer Form, die in bestehende Software eingebunden werden, Pflegehandlungen optimiert werden. Gleichzeitig sinkt der Arbeitsaufwand für die Pflegepersonen durch die Nutzung fachlich korrekter und professioneller Formulierungshilfen, so dass mehr Zeit für die Pflege am Menschen bleibt. Eine wünschenswerte „Win-Win-Situation“ für alle Anwender solcher elektronischer Lösungen, die durch wissenschaftlich fundierte, einheitliche Formulierungen und Textbausteine begünstigt wird. 

NANDA-I in elektronischer Form – ein Werkzeug für Pflegediagnosen

NANDA International in elektronischer Form bildet die gewohnte NANDA-I-Struktur ab, sprich die Pflegediagnosen nach Domänen (z. B. Domäne Sicherheit) sortiert inklusive Definitionen und den bestimmenden Merkmalen sowie beeinflussenden Faktoren bzw. Risikofaktoren. Die gelieferte Datenbank wird hierbei in die bestehende Software wie beispielsweise Agfa Orbis oder Siemens eingebunden und kann so leicht in den Arbeitsalltag integriert werden. Die Taxonomie der NANDA-I bietet die Möglichkeit, Pflegedaten für Kosten-Nutzen-Analysen und klinische Audits zu erheben.

Datenbank

    Abb.: Beispiel einer Pflegediagnose von NANDA International.

> Arbeiten mit Datenbanken – Ihre Vorteile

  • Die Pflegedatenbanken werden in Krankenhäusern oder Heimen in die bestehende Softwareumgebung eingebunden, um so jederzeit für das Personal nutzbar zu sein.
  • Unterstützung der Pflegepersonen in ihrem Arbeitsalltag durch die ständige Verfügbarkeit aktuellen Pflegewissens
  • Die Pflegedatenbanken bieten eine Grundlage für die Abbildung, Planung und Evaluation der Pflege
  • Eine standardisierte Sprache fördert die Eindeutigkeit der Kommunikation unter den Pflegenden
  • Schaffung von Leistungstransparenz gegenüber Kostenträgern durch die Darstellung pflegerischer Handlungen im Versorgungsprozess
  • Generieren von Pflegedaten zur Förderung der Patientensicherheit und Pflegequalität
  • Die Pflegedatenbanken ermöglichen es, Patientenoutcomes zu erfassen und Daten zur Fallkostenkalkulation bereitzustellen
  • Unterstützung des Ausbildungsprozesses in der Pflege durch die Erstellung von detaillierten Pflegeplänen
  • Durch eine ständige, systematische Weiterentwicklung von ENP bzw. NANDA-I findet eine fließende Vermittlung von aktuellem Pflegefachwissen in die Praxis statt.
  • Pflegedatenbanken bieten den Anwendern eine nützliche Unterstützung bei ihrer Entscheidungsfindung in der täglichen pflegerischen Arbeit.

> Zahlen und Fakten

  • Bereits über 150 Einrichtungen arbeiten mit den Pflegedatenbanken von RECOM, unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Luxemburg
  • Übermittlung der gewünschten Datenbank im CSV- oder MS-SQL-Format möglich
  • Die Pflegedatenbanken werden in Krankenhäusern oder Heimen in die bestehende Softwareumgebung eingebunden, um so jederzeit für das Personal verfügbar zu sein
  • Beispielsweise wurden die RECOM-Pflegedatenbanken bereits erfolgreich in die Softwaresysteme der Hersteller NEXUS, Agfa GWI, Swing, Syseca, root-service ag, Systema und topcare eingebunden
  • Aktualisierungen der Pflegedatenbanken werden durch RECOM eingearbeitet, so dass eine vollständige Update-Möglichkeit zur Verfügung steht
  • Updates der NANDA-I-Datenbank finden alle drei Jahre statt, analog zur deutschen NANDA-I-Buch-veröffentlichung des RECOM Verlags
  • Bei Fragen und Problemen bietet RECOM einen umfassenden Support durch Systemexperten an
NANDA-I

Standardisierte Pflegediagnosen für professionelle Pflege

Pflegediagnosen gelten als Schlüssel für evidenzbasierte, professionelle Pflege. Sie sind ein effektives Werkzeug, um die Bedürfnisse und Bedarfe der Patienten zu erfüllen sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten. Insbesondere im Zeitalter elektronischer Gesundheitsakten bieten standardisierte Pflegediagnosen wie die NANDA-I-Taxonomie zudem die Möglichkeit, Pflegedaten zu erheben, damit diese durch Gesundheitsanbieter analysiert und als Daten für Kosten-Nutzen-Analysen und klinische Audits herangezogen werden können.

NANDA-I-Pflegediagnosen als deutsche Buch-Ausgabe

Die Übersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020 wurde von der promovierten Pflegewissenschaftlerin Monika Linhart durchgeführt. Für die 17 neuen Pflegediagnosen wurde sie von einem Team von erfahrenen Pflegewissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der Konsentierung der neuen Pflegediagnosen unterstützt.

Die Entwicklung der NANDA-I-Pflegediagnosen ist ein fortwährender Prozess. Aktuell erscheint im Turnus von 3 Jahren eine neue, überarbeitete amerikanische Ausgabe. RECOM übersetzt diese so zeitnah als möglich und bindet dazu auch Pflegeexperten aus dem gesamten deutschen Sprachraum mit ein.

NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020 bestellen

 

Offizielle Lizenzierung der NANDA-I-Pflegediagnosen

RECOM agiert im deutschsprachigen Raum als offizieller Lizenzinhaber der deutschen Übersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen in der aktuellen Version 2018-2020.

Mit Erscheinen der Version 2009–2011 stellte NANDA-I seinen (Buch-)Erscheinungsmodus um, zukünftig wird die Klassifikation alle drei Jahre aktualisiert. NANDA-I befürwortet die Verwendung der jeweils aktuellen Version und bittet, dass eben diese Version in Büchern und weiteren Publikationen zitiert wird. Auch in der täglichen Praxis sollte die aktuelle Ausgabe benutzt werden.

Sobald eine neue Ausgabe erscheint, ersetzt sie die ältere Fassung.

Für jegliche Nutzung der Pflegediagnosen, die über die gedruckte Buchausgabe hinausgeht, muss beim Lizenzinhaber nachgefragt werden, ob und zu welchen Konditionen eine Lizenz erworben werden muss. NANDA-I verwendet die Einkünfte aus der Lizenzierung, um die Weiterentwicklung der Pflegeklassifikationen zu fördern.

Lizenzierung für Software-Unternehmen oder Endanwender

Es existieren zwei verschiedene Lizenzmodelle. Zum einen für Software-Unternehmen, die NANDA-I in ihr Produkt einbinden möchten, zum anderen für Endanwender, wie z. B. Krankenhäuser oder einzelne Institutionen. Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Übersetzungsprozess NANDA-I 2018-2020

Die Übersetzung der NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020 wurde von der promovierten Pflegewissenschaftlerin Monika Linhart durchgeführt.

Neben den vielen Änderungen in dieser Ausgabe legte sie dabei besonderes Augenmerk auf die Standardisierungsbestrebungen von NANDA-I selbst. Bei diesen wurden im Original sämtliche Items der Terminologie auf Redundanz, Varietät oder individuelle Zusätze geprüft, die der Idee einer Standardisierung entgegenlaufen. Im Ergebnis sollten die Items nun klarer und allgemein in der gesamten Terminologie, anstatt nur für eine Pflegediagnose, einsetzbar sein. Für die deutsche Ausgabe wurden nun dieselben Prinzipien auch auf die Übersetzung in der gesamten Terminologie angewendet.

Auch die theoretischen Schlüsselkonzepte bzw. diagnostischen Faktoren wurden bei ihrer Übersetzung auf ihre entsprechende Passung innerhalb der Klassifikation geprüft.

Für die 17 neuen Pflegediagnosen wurde Frau Linhart von einem Team von erfahrenen Pflegewissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der Konsentierung der neuen Pflegediagnosen unterstützt:

  • Gabriele Fley, Diplom Pflegepädagogin, PhD Student
    Evangelische Fachhochschule, Nürnberg (D)
  • Jacqueline Rixe, BA, MSc
    Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld (D)
  • Gerlinde Schüttengruber, BSC, MSc, PhD Student
    Medizinische Universität Graz, Institut für Pflegewissenschaft (A)
  • Manuel Schwanda, BSc, MSc, PhD Student
    Fachhochschule St. Pölten (A)
  • Tom Schwarze, BSc, MSc
    Fachhochschule Bern (CH)
  • Angela Stumpf, BSc, MSc
    Fachhochschule St. Gallen (CH)

Der RECOM Verlag bedankt sich ganz herzlich für ihr Engagement.

 

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Buch NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020

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NANDA-I-Pflegediagnosen 2018-2020

Definitionen und Klassifikation (deutsche Ausgabe)